Literarisches Kinderquartett 2005

Literarisches Kinderquartett in der Waldschule
Charlottenburgs am 22.9.2005

Morgens um zehn Uhr hatten sich ungefähr achtzig Kinder aus den dritten und vierten Klassen der Waldgrundschule in der Mehrzweckhalle dieser Schule versammelt. Ungefähr fünfzehn Minuten nach Beginn der Vorstellung kamen noch weitere zwanzig gleichaltrige Kinder aus einer Schule in Köpenick dazu.

Die Aufführung entsprach weitgehend dem Ablauf im Literaturhaus am Sonntag zuvor mit dem Unterschied, dass die Diskussion noch lockerer und noch spontaner ablief als dort. Die Vorstellung der Bücher wurde nach vierzig Minuten für eine Pause von zwanzig Minuten unterbrochen.

Eine Neuerung war die von Herrn Sommer spontan angesetzte Fragerunde nach Abschluss der Diskussion. Es entwickelte sich sofort ein so nicht erwartetes Feuerwerk von Fragen der Kinder, das kaum zu bremsen war. "Wie entstand die Idee, solch ein Kinderquartett durchzuführen?", "Wann findet die nächste Vorstellung statt?", "Kann man die vorgestellten Bücher kaufen?", "Kann man die vorgestellten Bücher ausleihen?", "Wo befindet sich die nächste Zweigstelle der Stadtbibliothek?", "Wo kann man sich für das nächste Kinderquartett bewerben?" stellen nur eine Auswahl aus den Fragen dar, an die ich mich erinnern kann.

Als ein Kind fragte: "Können wir nicht in unserer Schule eine ähnliche Veranstaltung durchführen?", stand die begleitende Klassenlehrerin sofort auf und versprach den Kindern, diese Idee so schnell wie möglich umzusetzen.

Den Höhepunkt im Sinne der Grundidee des Literarischen Kinderquartetts stellte die letzte zugelassene Frage dar: "Warum haben sich die Kinder oben auf der Bühne sich um eine Teilnahme am Kinderquartett beworben?". Es folgten elf kleine Liebeserklärungen der Darsteller an das Lesen, an die Welt der Bücher und der Phantasie, die von den Kindern im Saal anschließend mit nachhaltigem Applaus aufgenommen wurden. So viel Leseförderung war nie.

Uwe Braun

 

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